Bruststraffung - Op. Dr. Ertan Günal Gaziantep

Was ist eine Bruststraffung?

Das Erschlaffen der Brust, die ein wesentlicher Bestandteil des ästhetischen Erscheinungsbildes der Frau ist, kann vielfältige Ursachen haben.

Brusterschlaffung entsteht durch genetische Veranlagung, angeborene Bindegewebsschwäche, Schwangerschaft und Stillzeit, altersbedingten Elastizitätsverlust sowie schnelle Gewichtszunahme oder Gewichtsabnahme. In solchen Fällen kann eine Bruststraffung (Mastopexie) durchgeführt werden.

Warum erschlafft die Brust?

Jede Frau hat einen individuellen Brustaufbau. Bei manchen Patientinnen ist das Erschlaffen anatomisch durch die Positionierung der Brust auf dem Brustkorb bedingt. Der häufigste Grund für eine Brusterschlaffung ist jedoch das Stillen nach der Schwangerschaft. Durch den raschen Volumenwechsel und die verringerte Rückbildungskraft der Haut verliert die Brust an Festigkeit. Auch schnelle Gewichtsschwankungen gehören zu den häufigsten Ursachen.

Für wen ist eine Bruststraffung geeignet?

Eine Bruststraffung eignet sich für alle Frauen mit erschlafftem Brustgewebe, die sich in gutem allgemeinem Gesundheitszustand befinden – unabhängig davon, ob sie bereits entbunden haben oder nicht.

Feste und wohlgeformte Brüste stärken das Selbstwertgefühl und Wohlbefinden. Der Grad der Brusterschlaffung wird in der Untersuchung anhand des Verhältnisses zwischen Brustfalte und Brustwarzenposition bestimmt.

Ab welchem Alter kann eine Bruststraffung durchgeführt werden?

Mit dem 18. Lebensjahr ist das Brustwachstum bei den meisten Frauen abgeschlossen. Daher kann der Eingriff ab einem Alter von 18 Jahren durchgeführt werden, sofern keine gesundheitlichen Einschränkungen vorliegen.

Techniken der Bruststraffungsoperation

Sportliche Übungen können die Brustmuskulatur stärken, haben jedoch keinen Einfluss auf das Drüsengewebe oder die Hautstraffung. Eine nachhaltige Straffung und Neupositionierung der Brust ist nur chirurgisch möglich.

Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose – wahlweise mit oder ohne Einsatz von Brustimplantaten.

Besteht neben der Erschlaffung der Wunsch nach weniger Volumen, kann gleichzeitig eine Brustverkleinerung erfolgen; bei unzureichendem Eigengewebe kann zeitgleich ein Brustimplantat zur Volumenvergrößerung eingesetzt werden.

Bei der Voruntersuchung werden Hautbeschaffenheit, Gewebeelastizität und die Position der Brustwarzen analysiert. Darauf basierend wird die Schnitttechnik und bei Bedarf die Implantatgröße festgelegt.

Wird zusätzlich ein Implantat verwendet, dauert die Operation ca. 2 bis 2,5 Stunden; ohne Implantat beträgt die Dauer je nach Erschlaffungsgrad etwa 3 bis 3,5 Stunden.

Bei der Straffung wird überschüssige Haut entfernt, das Drüsengewebe neu geformt und gestützt sowie die Brustwarze nach oben in die natürliche Position versetzt.

Die Wahl der Schnittführung richtet sich nach dem Ausmaß der Erschlaffung:
– Bei leichter Erschlaffung reicht meist ein zirkulärer Schnitt um den Warzenhof (periareolär).
– Bei mittlerer Erschlaffung kommt ein zusätzlicher vertikaler Schnitt hinzu (I-Schnitt).
– Bei ausgeprägter Erschlaffung wird ein dritter Schnitt in der Unterbrustfalte gesetzt (T-Schnitt / Ankerschnitt).

Heilungsprozess nach einer Bruststraffung

Nach der Operation bleiben Sie in der Regel für eine Nacht zur Beobachtung in der Klinik und werden am nächsten Morgen entlassen.

Die Bruststraffung ist im Allgemeinen ein schmerzarmer Eingriff. Leichte Beschwerden in den ersten 1 bis 2 Tagen lassen sich mit gängigen Schmerzmitteln gut kontrollieren. Bereits nach etwa 5 Tagen können Sie in Ihren gewohnten Alltag zurückkehren, sollten jedoch Erschütterungen und schweres Heben vermeiden.

Schwellungen klingen in den ersten Wochen schrittweise ab; eventuelle Blutergüsse bilden sich innerhalb weniger Wochen selbstständig zurück.

Vorbereitung auf die Operation

Vor dem Eingriff findet ein ausführliches Beratungsgespräch mit dem Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie statt. Vor der Operation werden bei allen Patientinnen eine Mammographie und eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt.

Blutverdünnende Medikamente und bestimmte Nahrungsergänzungsmittel müssen rechtzeitig abgesetzt werden. Nikotin und Alkohol sollten mindestens 15 Tage vor dem Eingriff pausiert werden.

Können Bruststraffung und Brustvergrößerung kombiniert werden?

Ja. Wenn nur wenig eigenes Brustgewebe vorhanden ist oder zusätzliches Volumen gewünscht wird, können Mastopexie und Implantateinlage in derselben Operation kombiniert werden.

Verwendung eines Stütz-BHs nach der Operation

Für ca. 4 bis 6 Wochen nach dem Eingriff wird das Tragen eines speziellen medizinischen Kompressions-BHs empfohlen. Dieser minimiert Schwellungen, entlastet die Nähte und unterstützt eine optimale Narbenbildung.

Nach ca. 3 Monaten können Sie wieder normale BHs nach Wunsch tragen.

Wird die Brustgröße bei der Straffung verändert?

Wird ausschließlich gestrafft, bleibt das Eigengewicht ähnlich, die Brust wirkt jedoch kompakter und fester. Wird gleichzeitig ein Implantat eingesetzt, entsteht ein volleres Dekolleté mit vergrößertem Körbchen.

Ist eine Bruststraffung ohne Operation möglich?

Erschlafftes Gewebe und Hautüberschuss lassen sich durch Cremes, Massagen oder apparative Behandlungen nicht nennenswert anheben. Eine effektive und dauerhafte Korrektur erfordert eine chirurgische Straffung.

Gibt es Taubheitsgefühle nach dem Eingriff?

Vorübergehende Sensibilitätsstörungen im Bereich der Brustwarze sind in der Heilungsphase normal und bilden sich meist nach einigen Wochen bis Monaten vollständig zurück.